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Cost-Averaging — schlägt den Markt nicht, lässt dich aber gewinnen

Mathematisch schlägt der ETF-Sparplan eine Einmalanlage nicht — psychologisch schlägt er sie deutlich, weil du ihn länger durchhältst und den Crash nicht am Tiefpunkt verkaufst.

Stand: Juni 2026 · Quelle: Vanguard Research 2024 + DAI Rendite-Dreieck

Was Cost-Averaging mathematisch macht

Beispiel: 200 €/Monat in den MSCI World, 20 Jahre lang. Du kaufst jeden Monat Anteile zum aktuellen Kurs:

  • Kurs 100 €/Anteil → 2 Anteile
  • Kurs 50 € (Krise) → 4 Anteile
  • Kurs 200 € (Boom) → 1 Anteil

Das senkt deinen Durchschnittskaufpreis automatisch, ohne dass du „timen" musst.

200 €/Monat über 20 Jahre, 7 % p.a. — eingezahlte Summe vs. Depotwert. Die Lücke ist der Zinseszins.

Die Vanguard-Studie 2024

Vanguard hat 2,4 Mio. historische 10-Jahres-Fenster simuliert und verglichen:

StrategieBessere Endrendite
Einmalanlage (Lump Sum)in 68 % der Fälle besser
Cost-Averaging über 12 Monatein 32 % der Fälle besser
Cost-Averaging über 24 Monatein 28 % der Fälle besser
Märkte steigen langfristig — wer früh investiert, partizipiert länger. Einmalanlage ist statistisch fast immer besser, wenn man durchhält.

Warum dann trotzdem fast jeder Sparplan macht

1. Du hast die Einmalanlage nicht

Wer mit 24 anfängt, hat keine 100.000 € — sondern 200 € pro Monat, die er sonst nicht investiert hätte.

2. Crash-Schmerz wird verteilt

Wer 100.000 € am 17.02.2020 in den DAX legte, sah am 18.03. −40.000 € — in einem Monat. Ein 200-€-Sparer hatte da nur ~ 5.000 € investiert und kaufte gerade die billigen Anteile.

3. Verhalten besiegt Theorie

Wer nach −30 % panisch verkauft, verliert mehr als wer verteilt einsteigt. Vanguard nennt das den „Behavioral Gap". Sparpläne erzwingen mechanische Disziplin.

Wann Cost-Averaging mathematisch sinnvoll ist

  • Hochbewertete Märkte (Shiller-KGV > 30)
  • Sehr volatile Märkte (Krypto, Small-Caps)
  • Psychologisch unsichere Anleger, die beim Crash verkaufen würden

Was das für dich bedeutet

1. Hast du Geld und Nerven: Einmalanlage ist mathematisch optimal. Sei ehrlich — hältst du den nächsten −30 %-Crash durch?

2. Hast du eine Sparrate: ETF-Sparplan ist die einfachste und beste Lösung — Disziplin ohne Timing.

3. Höhe wichtiger als Timing: 100 €/Monat über 30 Jahre schlägt 200 €/Monat über 15 Jahre. Zeit ist der größte Hebel.

4. Sparplan jährlich dynamisieren (Inflation/Gehalt) — bei Trade Republic, Scalable, comdirect kostenfrei.

Boersi-Realität

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Quellen

  • Vanguard Research 2024: „Dollar-Cost Averaging Just Means Taking Risk Later"
  • Deutsches Aktieninstitut Rendite-Dreieck
  • BVI — Sparplan-Statistik Deutschland 2024

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